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Das
Projekt wurde von der Überregionalen Suchtpräventionsfachstelle
Salusklinik Lindow entwickelt, befindet sich derzeit in einer
zweijährigen Pilotphase und wird begleitend evaluiert.
Inhalte:
Riskanter
Alkoholkonsum ist bei vielen Jugendlichen nicht Ausdruck einer
drohenden Fehlentwicklung, sondern Teil eines normalen
Entwicklungsprozesses. Die Hochrisikophase für einen extrem
riskanten Umgang mit Alkohol liegt – unabhängig vom Bildungsgrad –
zwischen dem 16. und 27. Lebensjahr. Ziel ist die Verhinderung von
jugendspezifischen Gefährdungen im Umgang mit Alkohol, insbesondere
- Alkoholvergiftungen
unter Jugendlichen,
- alkoholbedingte
Verkehrstote/Unfallopfer bei Jugendlichen,
- Gewalttaten
im Zusammenhang mit Alkohol und
- sexuelle
Übergriffe an Mädchen/bereute Sexualität.
Jugendliche
sollen mit dem vorliegenden Programm schneller zu einem moderaten
Umgang mit Alkohol geführt werden, um diese Entwicklungsphase mit
den oben genannten spezifischen Risiken unbeschadet zu überstehen
und Grundlagen für eine spätere Abhängigkeitsentwicklung zu
vermeiden.
Zielstellung
für die Einrichtungen:
- Schaffung
einer positiven/wirkungsvollen Gesprächs- und Arbeitsgrundlage.
- Erwerb
von suchtpräventiven Fachkenntnissen, um vorhandene Strukturen der
Einrichtung
- für
suchtpräventive Wirkungen zu nutzen und zu optimieren.
- Erarbeitung
verbindlicher und akzeptierter Regeln im Umgang mit Alkohol.
- Reduzierung
von Alkoholexzessen.
- Rechtzeitiges
Erkennen problematischen Trinkverhaltens, um bei Bedarf
spezialisierte Hilfsangebote hinzuzuziehen.
Zielstellung
für die Schülerinnen und Schüler:
- Persönliche
Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkoholkonsum und dem Konsummuster
der Peer-group.
- Auseinandersetzung
mit (un-)realistischen Alkoholwirkungserwartungen.
- Förderung
von Schutzfaktoren und Unterstützungsmodellen.
- Entwicklung
eines risikoarmen und verantwortungsvollen Konsums.
Methode:
Multiplikatorenkonzept:
Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiter/innen, Erzieher/innen,
Ausbilder/innen und andere pädagogische Fachkräfte werden geschult,
um eigenständig das Alkoholpräventionsprogramm “Lieber schlau als
blau“ mit Jugendlichen durchzuführen. Ziel ist eine anschließende
regelmäßige Durchführung an den Einrichtungen, um eine nachhaltige
Alkholpräventionsmaßnahme zu implementieren und zusätzlich
strukturelle Voraussetzungen für suchtpräventives Handeln in den
Einrichtungen weiterzuentwickeln.
Schüler-Workshop:
Der Workshop wird von den für die Gruppe von Jugendlichen
zuständigen Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen etc. alleine oder
zusammen mit Fachkräften der Suchtprävention durchgeführt.
Effekte:
Die
Effekte des Programms auf das Konsumverhalten der Schülerinnen und
Schüler werden in einer Evaluation des Programms derzeit untersucht.
Zeitaufwand:
Das
Programm besteht aus folgenden Modulen:
- Einführung
der Pädagoginnen und Pädagogen in das Programm und Grundsätze der
suchtpräventiven Arbeit mit Jugendlichen (ganztägige Fortbildung).
- Elternabend
und Gespräch mit der Klasse bzw. der Gruppe der Jugendlichen zur
Vorstellung des Projektes und Klärung der Teilnahme.
- Workshop
in drei Teilen mit den Jugendlichen (2-3 Tage, jeweils ca. 3-4
Stunden, teilweise möglich im Rahmen des Unterrichts).
- Nachbesprechung
des Workshops und Unterstützung der Pädagogen bei der
Implementierung an ihrer Einrichtung.
Kosten:
Ganztägige
Fortbildungen für Lehrer/innen und Sozialarbeiter/innen werden von
der Suchtpräventionsfachstelle der Salusklinik Lindow regelmäßig
kostenfrei angeboten. Bei Besuch der Fortbildung kann das Manual
kostenlos bezogen werden.
Ist
der Besuch einer Fortbildung nicht möglich, ist die Anschaffung des
Manuals (in Buchform, siehe unten) empfehlenswert, hierfür fallen
derzeit ca. € 40,- an.
Bei
Durchführung des Programms durch die Schule fallen darüber hinaus
lediglich Kosten für die Vervielfältigung der Arbeitsmaterialien
an. Die beim Trinkworkshop eingesetzten Alkoholika müssen entweder
von den Teilnehmer/innen oder von der Schule finanziert werden.
Auch
die Suchtpräventionsfachstelle Chill out bietet Unterstützung
bei der Planung und Durchführung des Projekts. Individuelle
Beratungen bei uns in der Suchtpräventionsfachstelle sind kostenlos.
Für Unterstützung bei der Vorbereitung oder Durchführung vor Ort
fallen die üblichen Kostensätze an (s. Organisatorisches).
Nähere
Informationen:
Vielfältige Informationen finden Sie im Internet unter salus-praevention.de.
Das
Manual steht in Buchform zur Verfügung (inkl. Schilderung des
theoretischen Hintergrunds sowie CD-ROM und Arbeitsblättern für die
Durchführung):
- Johannes
Lindenmeyer/Simone Rost: Lieber schlau als blau – für
Jugendliche: Ein Präventionsprogramm für die Schule, Beltz-Verlag;
ISBN-13: 978-3621276771 (Gebundene Ausgabe), € 39,90
Wenn
Sie „Lieber schlau als blau“ an Ihrer Schule durchführen
möchten, stehen wir gerne für nähere Informationen und als externe
Fachkräfte für Sie zur Verfügung.
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